12.
Apr
Der Körper, unser wichtigstes Arbeitsmittel
2010
Jeder Mensch ist in seinem Leben auf seinen Körper angewiesen. Arbeit ganz ohne den Körper ist nicht möglich. Bei uns Landschaftsgärtner spielt der Körper aber eine Hauptrolle. Das ist bei anderen Berufen teilweise nicht so.
Noch vor ein paar Jahren habe ich an so etwas nicht wirklich gedacht. Solange man im Wachstum ist, geht es mit dem Körper ständig aufwärts. Man kennt gar nicht die Situation, dass es mit dem Körper nicht mehr aufwärts geht. Aber bereits mit Anfang zwanzig ist biologisch gesehen der Höhepunkt erreicht.
Was hat das für praktische Auswirkungen für uns? Es ist wichtig, dass wir von Anfang an darauf achten, unseren Körper möglichst schonend zu behandeln. Ich selbst habe das bspw. als Jugendlicher gar nicht gemacht und die Folgen spüre ich heute. Wenn bei mir heute etwas zieht oder schmerzt, dann sind es meine früheren Sportverletzungen. Das merke ich natürlich besonders, wenn ich meinen Körper stark belaste. Deswegen habe ich inzwischen Acht auf meinen Körper, damit solche Verletzungen nicht wieder vorkommen. Nicht alles lässt sich vermeiden und irgendwann verschleißt einfach etwas. Aber viele Verletzungen wären wahrscheinlich vermeidbar gewesen.
Ich habe in meinem Betrieb die letzten 2 Jahre versucht zu beobachten, wie Unfälle bzw. Verletzungen passieren. Und folgendes ist mir dabei aufgefallen:
- Überlastung bzw. Überanstrengung sind daran beteiligt.
- Stress, sei es vom Chef oder zuhause, spielt auch eine Rolle.
- Wenn der Mensch nicht auf seinen Körper hört, sondern die Warnsignale in den Wind schlägt, ist das dann oft das letzte Glied in der Kette, die zum Unfall führt.
Wenn wir bereits als junge Menschen aufpassen, können wir, so denke bzw. hoffe ich, uns später so manchen Ärger ersparen.
Leider ist es aber eben oft der Fall, dass im Betrieb starker Druck ausgeübt wird und man gar nicht die Zeit und Kraft hat, aufzupassen. Was dagegen zu tun ist, ist aber ein anderes Thema. Das hat dann wieder mit der Betriebsführung zu tun. Als Arbeitnehmer hat man letztlich nur die Chance, aus der Situation das Beste zu machen.
Ähnlich wie bei den optimalen Arbeitsabläufen, gilt aber auch hier: Besser einmal vorher nachdenken und sich schwere Lasten sparen, als schwere Lasten von Hand zu bewegen und seinen Körper kaputt zu machen.
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