06.
Mrz

Herausforderung Gehölzschnitt

2010Eingetragen von MUlmer 0 Kommentare

Die letzte Woche waren bei uns einige Pflegearbeiten angesagt. Das hat nach dem langen Winter richtig Spaß gemacht. Wobei das etwas falsch ausgedrückt ist, denn der Winter hat uns letzte Nacht doch nochmal Schnee geschickt. Aber das sind letztlich nur die letzten Rückzugsgefechte und die Schneeglöckchen und Krokusse unter dem Schnee zeigen deutlich, dass es so gut wie Frühling ist.

Darum haben wir die letzten Tage auch Gas gegeben und einige Gehölze geschnitten. Für mich waren dabei ein paar echte Leckerbissen und Herausforderungen dabei.
Eine körperliche, aber auch fachliche Herausforderung war die ca. 2,30m hohe Thuja-Hecke. Am Abend habe ich dann auch deutlich gespürt, warum man nicht unbedingt pausenlos mit einer Motorheckenschere arbeiten sollte. Die Vibrationen wirken doch ganz schön heftig auf den Körper. Und wenn man auf der Leiter stehend mit der Motorheckenschere arbeitet, dann erfordert das auch eine gute Oberkörper- und Bauchmuskulatur. Letztlich grenzt das schon fast an Hochleistungssport. Da soll nochmal einer sagen, die Pflege sei nicht anstrengend.
Fachlich gesehen war die größte Herausforderung aber sicherlich der Wacholder, der jahrelang nicht geschnitten wurde, nun aber definitiv zu groß für den Standort ist. Hier stand ich also vor der heiklen Aufgabe, dem Wacholder so viel wie möglich an Breite zu nehmen, ohne Löcher hinein zu schneiden. Wie bei den meisten Nadelgehölzen, treibt ein Wacholder nämlich nicht mehr aus dem alten Holz aus. Wenn einmal das Grüne abgeschnitten ist, stirbt der Zweig ab. Daraus folgt, dass man immer ein paar grüne Nadeln stehen lassen muss, damit er an dieser Stelle wieder nachwächst. Und natürlich soll er auch nicht jahrelang wie ein gerupftes Huhn aussehen. Denn sonst könnte man ihn auch gleich ganz unten abschneiden.
Wie geht man in solch einer Situation am besten vor?
Ruhe bewahren ist die erste Regel. Wer hier überhastet arbeitet, macht schnell einen verheerenden Schnitt. Und dann sollte man immer wieder ein paar Schritte zurücktreten und sein Werk aus etwas Entfernung betrachten. Ansonsten verliert man leicht den Überblick und am Ende sieht das Gesamtbild nicht besonders gut aus. Wenn man dann am Ende aus der Entfernung nicht sieht, dass geschnitten wurde, hat man gut gearbeitet.
 

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