Zurück zur Übersicht

Petunia x atkinsiana ‘Surfinia’ (syn. Petunia-Hybriden)

Petunia x atkinsiana ‘Surfinia’ (syn. Petunia-Hybr

Das vielseitige und züchterisch stark bearbeitete Sortiment ließ die Petunie in den letzten Jahren in den Kreis der bekanntesten und beliebtesten „Sommerblumen“ aufrücken. Nicht nur in der Verwendung als Balkon- und Ampelpflanze gibt es unerschöpfliche Gestaltungsmöglichkeiten. Bei allen Verwendungsmöglichkeiten sind einheitliche Pflanzungen ebenso reizvoll wie Gemeinschaften mit anderen sonnenliebenden Blumen.

Wie viele andere Nachtschattengewächse (Solanaceae) stammt die Petunie aus Südamerika. Alle Pflanzenteile, der niederliegend beziehungsweise hängend wachsenden Petunie, sind klebrig behaart. Die Blüten haben eine teller- oder trichterförmige Krone mit zusammengewachsenen Blumenblättern, ihr Rand ist glatt, leicht eingeschnitten, aber auch gefranst und getollt. In den vergangenen 150 Jahren wurden unzählige Sorten gezüchtet. Viele Sorten sind aus den Kulturen wieder verschwunden, andere kamen neu hinzu. Die ‘Surfinia’-Hybriden sind eine besonders reich und dabei großlütige, sehr wüchsige und wetterbeständige Petuniengruppe, die sich besonders gut für die einheitliche Bepflanzung von Ampeln und Balkonkästen eignet.

Verwendung
Die ‘Surfinia’-Hybriden sind hübsche Balkon- und Ampelpflanzen, aber auch zur Beetbepflanzung geeignet. Gute Entwicklung und reichblühende Pflanzen bis in den Herbst hinein sichert man sich durch die Wahl geschützter, sonniger und warmer Plätze. Baum- oder Gebäudeschatten wirkt sich nachteilig auf den Blütenansatz aus. Da Petunien bei Regenwetter verübergehend unansehnlich werden, ist ein regengeschützter Standort vorteilhaft. Petunien sind besonders frostempfindlich, deshalb ist in gefährdeten Lagen im Mai lieber etwas später als zu früh zu pflanzen. Der Wasser- und Nährstoffbedarf ist hoch. Nur wenn ausreichend gedüngt und regelmäßig gewässert wird, ist mit reicher Blüte zu rechnen. Beim Verkauf muß unbedingt auf das starke Nährstoffbedürfnis und einhergehend mit dem starken Wachstum auf den hohen Wasserbedarf hingewiesen werden.

Vermehrung
Vermehrt werden kann diese Sortengruppe nur vegetativ über Stecklinge, dabei ist zu beachten, das alle Sorten geschützt sind. Die Kultur erfolgt mit einer Pflanze im 11- bis 12-cm-Endtopf oder mit drei Pflanzen für eine 25-cm-Ampel. Petunien, insbesondere aber die ‘Surfinia’-Sorten, haben einen hohen Nährstoffbedarf und sind deshalb frühzeitig und regelmäßig nachzudüngen. Zeitweilige Ballentrockenheit führt zu Laubvergilbungen, daher sind die Pflanzen gleichmäßig feucht zu halten. Bei pH-Werten über 6 kommt es zu Chlorosen, die auf Eisenmangel zurückzuführen sind. Zu diesen Chlorosen tragen auch schwere oder verdichtete Substrate mit Staunässegefahr bei. Tritt Eisenmangel auf, ist mit einem Eisendünger (zum Beispiel Sequestren, Optifer oder Fetrilon) zu düngen. Blattläuse und Weiße Fliege können lästig werden und die Pflanzen durch Absonderung von Honigtau erheblich verunzieren. Gefährlicher sind das Tabakmosaikvirus und das Bronzefleckenvirus, zwei Krankheiten, die nicht bekämpfbar sind. Befallene Pflanzen sind sofort zu vernichten und über den Müll zu entsorgen.

 

Wolfgang Kawollek


Zurück zur Übersicht Drucken

 

© 2011 Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart | Kontakt: info@ulmer.de | Webimpressum | Rechtliche Hinweise

Webseite gestaltet mit ULMER CMS ULMER CMS | Alle Infos unter http://cms.ulmer.de