12.
Jul

Pflanzen lernen – Fortsetzung

2009Eingetragen von MUlmer 0 Kommentare

Nachdem ich im Beitrag vom 21.06 über das allgemeine Lernen von Pflanzen geschrieben habe, möchte ich nun etwas konkreter werden.
 
Wie bekomme ich nur die Pflanzennamen in den Kopf?
Pflanzennamen kommen ja immer als Paar daher. Manchmal kennt man den deutschen Namen, manchmal muss man sowohl den botanischen als auch den deutschen Namen erst einmal lernen.
Wie ich im ersten Teil beschrieben habe, bin ich der Meinung, dass zuerst einmal die Namen wie eine Vokabel ins Gedächtnis müssen, damit sie einem nicht mehr fremd sind.
Das erreicht man am besten, indem man sie wie Vokabeln lernt. Ich handhabe das so, dass ich die Namen erst einmal schreibe. Beim Schreiben lerne ich die Namen Buchstabe für Buchstabe kennen. Das mache ich einige Male und versuche dabei abwechselnd den zugehörigen deutschen bzw. botanischen Namen ohne nachzusehen zu ergänzen.
Das macht natürlich nur Sinn, wenn man mehrere Pflanzen gleichzeitig lernt. Sonst wiederholt sich derselbe Name zu schnell und es hilft nichts.
 
Und wie kann ich eine Pflanze erkennen und sie von anderen unterscheiden?
 
Jede Pflanze hat individuelle Merkmale. Und wenn man am Anfang wegen der Masse an unterschiedlichen Pflanzen und Ähnlichkeiten Probleme beim Unterscheiden hat, dann sollte man sich bestimmte Erkennungsmerkmale merken. Am besten ist dabei, wenn man sich diese Erkennungsmerkmale selbst erarbeitet. Das heißt: Zu einem Exemplar der gesuchten Pflanze gehen und sie sich ganz genau ansehen. Wenn man ein Merkmal gefunden hat, aufgrund dessen man eine Pflanzen wiedererkennen könnte, dann schreibt man sich dieses Merkmal auf.
Merkmale können z.B. sein:
Blattform, Blattaderung, Blattfarbe, Blattstellung, Borke, Lenticellen, Knospenform, Knospenfarbe, Habitus und viele weitere.
Wichtig ist, dass das Merkmal für einen persönlich einen Wiedererkennungswert hat. Deswegen hilft diese Methode auch nur wirklich gut, wenn man Pflanzen auch mit seinem Herzen betrachtet.
 
Wenn man eine Pflanze besser kennt, braucht man oft keine genauen Merkmale mehr, um sie zu bestimmen. Man erkennt sie auf einen Blick. Aber wenn es dann um Sorten oder sehr ähnlich aussehende Arten geht, sind Merkmale zur Bestimmung unverzichtbar.
 
Die Merkmale zu den Pflanzen sind also nun gesammelt. Nur leider vergisst man sie oft sehr schnell wieder. Da hilft nur eins: Sich selbst die Merkmale zu den einzelnen Pflanzen abfragen. Oder, umgekehrt, die Pflanzen zu den einzelnen Merkmalen abfragen. Unser Kopf braucht die Wiederholung, um sich Sachen längerfristig zu merken... und Wiederholung findet ja hoffentlich mit den (Berufs-)Jahren immer wieder statt. Wie heißt es so schön: „Übung macht den Meister - oder auch den Pflanzenexperten!“
 
 
 
 

 

 

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