20.
Sep
Rücken & Co
2009
Einer meine Kollegen hat jetzt mit 23 Jahren die ersten Probleme mit den Bandscheiben bekommen und fiel eine Woche aus. Dies hat mich dazu animiert mich mit dem Thema genauer zu befassen.
Das unser Beruf nicht der Rückenfreundlichste ist, hat sicherlich jeder mitbekommen. Der Einsatz von modernen Maschinen entlastet uns zwar, doch um schwere und belastende körperliche Arbeit kommen wir, vor allem bei engen Baustellen, selten herum. Die meisten (ich leider auch nicht) achten dabei selten oder gar nicht auf eine rückenschonende Arbeitsposition. Auf diese Weise werden natürlich der Rücken aber auch andere Bereiche wie die Gelenke schwer belastet, was im schlimmsten Fall zu Berufsunfähigkeit führen kann!
Bei der Überbetrieblichen Ausbildung gibt es zwar die „Rückenschule“, diese beschränkt sich aber auf wenige Unterrichtsstunden und das in 3 Jahren Ausbildungszeit! Meiner Meinung nach, wird dieses Thema nicht ernst genug genommen. Ich finde man sollte einen zusätzlichen Kurs oder ähnliches einführen bei dem es nur um den Schutz der eigenen Gesundheit im Beruf geht. Wenn man sich schon während der Ausbildung mit diesem Thema befasst und man die richtigen Hebetechniken, Schutzmaßnahmen u.s.w immer wieder „eingebläut“ bekommt, wendet man sie auch von vorne herein eher an.
Die Verantwortung liegt natürlich auch bei den Betrieben b.z.w. beim GaLaBau-Verband. So könnten entsprechende Kurse auch für ausgelernte Fachkräfte eingeführt werden. Dies würde zwar Kosten verursachen, doch ich finde man sollte eher in die Gesundheit der Arbeiternehmer investieren statt dann, wenn es zu spät ist, Krankengeld zu bezahlen. Auch die Berufsgenossenschaft könnte sich vielleicht an den Kosten für Kurse beteiligen, denn sie muss im schlimmsten Fall für die Versorgung von Berufskrankheiten aufkommen.
bis dann
Simon
Kommentare:
- Kein Kommentar vorhanden -
Neuer Kommentar
Zum Erstellen eines neuen Kommentars bitte anmelden: