Natursteinpflaster als Wege und Platzbelag
Das Natursteinpflaster ist eine sehr alte Belagart, die sowohl wegen ihrer Dauerhaftigkeit und wegen ihrer Schönheit sehr beliebt ist. Allerdings ist Natursteinpflaster auch relativ teuer. Hauptsächlich verwendet man Pflaster aus Granit, Basalt, Porphyr, Melaphyr und Grauwacke, seltener aus Sandstein und Muschelkalk.
Man unterscheidet zwischen
• Großpflaster: Größen von 12/13 bis 16/22 cm, 1 t Großpflaster 16/18 ergibt etwa 2,7 m² Pflasterdecke;
• Kleinpflaster: Größen von 8/8 bis 10/10 cm, 1 t Kleinpflaster 8/8 ergibt etwa 6,7 m² Pflasterdecke und
• Mosaikpflaster: Größen von 4/4 bis 6/6 cm, 1 t Mosaikpflaster 4/4 ergibt 10 m² Pflasterdecke.
Verlegt wird Natursteinpflaster als Reihenpflaster, Bogenpflaster oder sogenanntes Wildplaster. Generell unterscheidet man zwischen der Verlegung im Sand- oder Splittbett und der Verlegung im Mörtelbett, wobei das Sandbett dem Mörtelbett vorzuziehen ist. Ein Verlegen in Mörtel erfordert eine starre Betontragschicht, da sonst die Mörtelfugen bei Belastung brechen. Abgesehen von der dann tot aussehenden Fläche (keine Chance für Fugengrün) bleibt die Fläche auch nicht stabil, da durch die niemals dichten Fugen Niederschlagswasser einsickern und darunter nicht abfließen kann. Das Ganze friert dann im Winter bei Frost auf.
Damit die Elastizität und die Frostsicherheit des Belages gesichert ist, muss das 3 bis 5 cm dicke Pflasterbett aus Sand oder Splitt auf einer Schotter- oder Kiestragschicht aufgebracht werden. Die Verlegung erfolgt rückwärts. Für jeden Stein wird mit dem Pflasterhammer der Sitz im Sand vorbereitet. Die Steine werden mit 1-2 cm Überhöhung versetzt und - nachdem die Fugen mit Sand verfüllt sind - abgerüttelt.
Wolfgang Kawollek