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Anemone sylvestris

Etwa 144 Arten umfasst die Gattung Anemone, in deren Name das griechische Wort anemos = Wind steckt. Der Name bezieht sich auf die leicht abfallenden Blumenblätter, die ein Spiel des Windes werden. Anemonen sind eine formenreiche Gattung. Zu den sogenannten Gehölzrandarten gehört die Pflanze dieser Woche, Anemone sylvestris.

Anemone sylvestris ist eine weitverbreitete Art, die man von Südwesteuropa bis nach Sibirien finden kann. Sie wächst an sonnigen bis leicht schattigen Standorten. Es sind ausläufertreibende Pflanzen mit starkem, beinahe schwarzem Wurzelstock. Je nach Standort werden sie 15 bis 50 cm hoch. Die 10 bis 20 cm langen Blattstiele sind mit zottigen Haaren bedeckt. Meist 2 bis 6 handförmig 5-teilige Grundblätter mit ungleich gesägt-gelappten, fast rautenförmigen Fiedern, im Mittelabschnitt meist gegenständig, in den Seitenabschnitten wechselständig angeordnet. Blütenstängel aufrecht, meist 1- seltener 2-blütig, durch die starke Behaarung fast weißfilzig. Die weißen Blüten, gelegentlich außen violett überlaufen, stehen fast immer aufrecht und erreichen im Durchmesser 4 bis 7 cm. Blütezeit April bis Juni. Im Handel eine Reihe von Selektionen, darunter auch gefülltblühende Formen.

Verwendung
Anemone sylvestris ist ein hübscher Frühjahrblüher und eignet sich gut als Teppich unter nicht zu dicht stehenden, hohen Laubbäumen. Die Pflanzen lieben kalkhaltige Lehmböden, die auch stark mit Steinen durchsetzt sein und vor allem im Sommer recht trocken werden können. Zu beachten ist, dass die Pflanzen starke Ausläufer treiben, was schwachen Nachbarn zum Problem werden kann.

Vermehrung
Vermehrt wird durch Teilung bzw. Wurzelschnittlinge. Bei der Art selbst ist auch die Vermehrung durch Aussaat möglich. Gesät wird im Winter oder gleich nach der Reife. Die Samen keimen sehr unregelmäßig.

Literatur:
Erhardt/Götz/Bödeker/Seybold ZANDER Handwörterbuch der Pflanzennamen. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart. ISBN 3-8001-5080-8
Feßler, Alfred, Köhlein, Fritz: Kulturpraxis der Freiland-Schmuckstauden. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart. ISBN 3-8001-6490-6
Hansen, Richard/ Stahl, Friedrich: Die Stauden und ihre Lebensbereiche. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart. ISBN 3-8001-6630-5
Jelitto, Leo, Schacht, Wilhelm, Simon, Hans: Die Freiland-Schmuckstauden. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2002. ISBN 3-8001-3265-6

 

Wolfgang Kawollek


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